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Mrz 09

Ausbau des U3-Betreuungsangebots

Wahlkampf-Getöse geht an den Bedürfnissen der Kinder vorbei

 

Nach dem positiven Beschluss des Bildungsausschusses, die Zahl der Krippenplätze für die Betreuung der Kleinkinder unter drei Jahren in Bad Schwartau zu erhöhen (die LN berichteten am 6. Februar 2016), mahnt die FDP die Bürgermeisterkandidaten, dieses wichtige Thema nicht für die politische Auseinandersetzung und zur eigenen Profilbildung auszunutzen: „Eine solche Inszenierung zu Wahlkampfzwecken geht an den Bedürfnissen der jungen Familien und ihren Kindern vorbei“, so der stellvertretende FDP-Vorsitzende Hendrik Siegel. Der unabhängige Bürgermeister-Kandidat Michael Neese hatte am 17. Februar 2016 den LN erklärt, die Initiative der CDU im Bildungsausschuss solle lediglich „politische Versäumnisse der vergangenen Jahre“ korrigieren, da für den quantitativen Ausbau der U3-Betreuungsplätze noch Ausschreibungen notwendig seien. Die CDU-Kandidatin Ellen Brümmer antwortete am 20. Februar 2016 in den LN, dass die Kapazitäten kontinuierlich erweitert worden seien.

Die Freien Demokraten weisen darauf hin, dass in den vergangenen Jahren alle politischen Parteien gemeinsam für einen Ausbau der Betreuungsplätze eingetreten sind: „Es ist also vollkommen unnötig, dieses wichtige Thema für einen politischen Streit zu missbrauchen“, so Siegel. Die Liberalen betonen, dass es sowohl für den quantitativen Ausbau der Betreuungsplätze als auch für eine spürbare qualitative Verbesserung der Kinderbetreuung auf mehrjährige Investitionsprogramme ankommen werde, um vor allem die U3-Betreuung weiter bedarfsgerecht auszubauen. Die Nachfrage nimmt weiterhin zu. Dennoch liegt die Betreuungsquote in Bad Schwartau bereits jetzt deutlich über dem Landes-Durchschnitt. Das ist auch ein Verdienst der konstruktiven Zusammenarbeit aller Parteien in der Bad Schwartauer Kommunalpolitik. Es gebe keine grundlegenden Differenzen um die weitere Verbesserung der Betreuungsquote.

Die FDP will zukünftig vor allem auf die Ausweitung der Betreuungszeiten sowie auf flexible Ganztagesangebote hinwirken. Nur so kann es für die Kinder von Beschäftigten im Schicht- und Wechseldienst eine bedarfsgerechte Betreuung geben. „Bad Schwartau sollte nicht bloß dem gesetzlichen Anspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz gerecht werden. Durch den gezielten Ausbau der Kinderbetreuung erhalten und steigern wir langfristig die Attraktivität Bad Schwartaus als Wohnort mit hoher Lebensqualität für junge Familien“, so Siegel weiter. Um die Fähigkeiten, Bedürfnisse und Talente der Kinder besser fördern zu können, sollte die Qualität der Kinderbetreuung im Mittelpunkt der Kommunalpolitik stehen: „Dafür benötigen wir gut ausgebildetes Personal und möglichst kleine Gruppen. Da sich mit dem Ausbau der Kinderbetreuung der Bedarf an pädagogischen Fachkräften erhöht, wollen wir für Bad Schwartaus Kinderbetreuungseinrichtungen eine optimale personelle Versorgung erreichen, für eine faire Bezahlung des Personals sorgen und notwendig werdende Personalaufstockungen in den Kitas und Krippen ermöglichen“, so Siegel – diese Ziele lassen sich aber am besten verwirklichen, wenn sich alle Parteien gemeinsam engagieren.

Vize-Vorsitzender Hendrik Siegel will die Qualität der Kinderbetreuung deutlich verbessern

Vize-Vorsitzender Hendrik Siegel will die Qualität der Kinderbetreuung deutlich verbessern

ViSdP: Ortsvorsitzender Christian Trübger,
Postfach 1355, 23602 Bad Schwartau, Telefon: (0451) 2 46 78, C.Truebger@FDP-BadSchwartau.de

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