«

»

Jul 28

Bad Schwartau soll Gesundheitszentrum werden

Amtsgerichtsgebäude ist Aushängeschild für den Kurstandort

 

Seit Beginn des Jahres befinden sich die örtlichen Liberalen in einer intensiven Programm-Debatte. Die FDP möchte Antworten geben auf die Stadtentwicklung Bad Schwartaus. Der Ortsvorsitzende Christian Trübger erklärt: „Die weitere Entwicklung der Bevölkerungsstruktur hat einen enormen Einfluss auf das soziale Leben in Bad Schwartau. Die stetig wachsende Zahl an älteren Menschen mit dem Wunsch nach einer guten medizinischen und pflegerischen Betreuung und Versorgung stellt uns vor große Herausforderungen.“ Deshalb möchten die Freien Demokraten Bad Schwartau zum Gesundheitszentrum im Kreis Ostholstein machen.

Amtsgerichtsgebäude als Aushängeschild

Dabei ist das Amtsgerichtsgebäude das „Aushängeschild“ für den Kurstandort Bad Schwartau: „Die aktuelle Nutzung als Archiv der Staatsanwaltschaft bietet ein trostloses Bild und ist wenig zukunftsweisend“, so FDP-Chef Trübger. Die Liberalen streben die Unterbringung des Trauzimmers, des Stadtmuseums und eines Theater- oder Bürgersaales an. Außerdem könnten die Senioren-Treffs des Seniorenbeirats dort stattfinden. „Das Gebäude wäre als Standort eines Bürgerzentrums eine ideale Ergänzung zu den fußläufig erreichbaren Freizeitangeboten im Kurpark“, so die FDP. Im Gegensatz zum Bahnhofsgebäude böte das ehemalige Amtsgericht einen stilvolleren Rahmen für das kulturelle Leben in der Stadt. „Auf dem Areal des bestehenden ‚Hauses der Senioren‘ könnte ein zeitgemäßes neues Entrée zum Kurgebiet angelegt werden, das bislang hinter Tankstelle und Autowerkstatt versteckt wird“, ergänzt der stellvertretende Ortsvorsitzende Hendrik Siegel.

Medical Wellness in Bad Schwartau

Ziel sollte sein, Bad Schwartau zum Zentrum eines gesundheitsorientierten Tourismus zu machen. Daher müssten die Betreiber der Kliniken darin unterstützt werden, ihr Angebot auszuweiten und weitere Investitionen im Ausbau und in der Modernisierung zu tätigen. Auch die stationären Pflegeeinrichtungen in Bad Schwartau sollten in eine vernetzte Marketing-Strategie einbezogen werden – denn: „Die bestehenden und neu entstehenden Dienstleistungen im Gesundheitswesen sollen Bad Schwartau zu einem Standort von Medical Wellness machen“, so Christian Trübger. Die FDP will dabei auch neue Anbieter fördern, außerdem streben die Liberalen die Ansiedlung gesundheitsbezogener Ausbildungseinrichtungen in Bad Schwartau an.

FDP-Chef Christian Trübger möchte den Kurstandort deutlich aufwerten

FDP-Chef Christian Trübger möchte den Kurstandort deutlich aufwerten

Kurpark als identitätsstiftendes Erholungsgebiet, Tourismuskonzept für die Stadt

Der Kurpark ist für die Liberalen ein identitätsstiftendes Naherholungsgebiet. Das von der „Aktivregion Innere Lübecker Bucht“ finanziell geförderte Projekt der Erstellung eines Nutzungskonzeptes unterstützt die FDP nachdrücklich. „Die Stadt sollte aber nicht nur dafür sorgen, dass der Kurpark auch von einem jüngerem Publikum frequentiert wird – auch Reha-Patienten, die auf Gehhilfen angewiesen sind, sollten auf den Hauptachsen barrierefreie und daher befestigte Wege nutzen können“, so Christian Trübger weiter.

Das neue Nutzungskonzept sollte nach Ansicht der FDP Bestandteil eines Tourismuskonzeptes für das ganze Stadtgebiet sein. „Wir denken an einen Ausbau des Wander- und Radwegenetzes im Stadtgebiet und an zeitgemäße Außen-Anlagen für Kraft- und Ausdauer-Training“, erklärt Hendrik Siegel.

Zu denken sei ebenfalls an einen zentralen Standort für eine qualitativ hochwertige Hotellerie – das würde auch den Kurbetrieb aufwerten. Im Schwartautal, in Reichweite des Kurgebiets, käme auch ein naturnaher „Chalet-Park“ mit Ferienhäusern in Frage. Die Schwartauwiesen und der angrenzende Wald sollen jedoch als unschätzbares Biotop naturnah erhalten werden. Die durch Rückschnitte frei gewordenen Flächen sollen auch zur Anpflanzung bedrohter heimischer Baumarten und Stauden genutzt werden.

Barrierefreiheit in der ganzen Stadt, Lärmbelästigung verringern

Im Sinne der Stärkung des Gesundheitsstandortes erinnert die FDP daran, dass die neue Fußgängerzone sowie die Fußwege in der Innenstadt als Rollator- und Rollstuhlwege barrierefrei gestaltet werden müssen. Außerhalb der Innenstadt sollen im Rahmen notwendig werdender Sanierungsarbeiten die Fuß- und Radwege rollator- und rollstuhlgerecht umgebaut werden. Dies gilt insbesondere für die Wege zum Kurpark, der zudem besser ausgeschildert werden sollte.

Die Liberalen erinnern zudem daran, dass Bad Schwartau alles tun müsse, um die Lärmbelästigung im Bereich des Kurparks weiter zu reduzieren. Daher will die FDP nicht nur zusätzliche Belastungen durch den Schienenverkehr abwenden, sondern auch die Lärmbelästigung durch die Autobahn erneut angehen: „Die kostengünstigste und schnellste Reduzierung der Lärmbelästigung durch die A1 wäre eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h – zwischen Ruppersdorf und Lübecker Kreuz“, so Hendrik Siegel abschließend.

Vize-Vorsitzender Hendrik Siegel engagiert sich für eine Reduzierung der Lärmbelästigung

Vize-Vorsitzender Hendrik Siegel engagiert sich für eine Reduzierung der Lärmbelästigung

ViSdP: Ortsvorsitzender Christian Trübger,
Postfach 1355, 23602 Bad Schwartau, Telefon: (0451) 2 46 78, C.Truebger@FDP-BadSchwartau.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.fdp-badschwartau.de/bad-schwartau-soll-gesundheitszentrum-werden/