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Jun 12

Spielplatz-Konzept: FDP regt mehr Bürgerbeteiligung an

FDP lehnt Finanzierung einiger weniger „Leuchtturm-Projekte“ ab

 

Das vom Ausschuss für Bildung und Jugend beauftragte Landschaftsarchitekturbüro „Brien, Wessels und Werning“ hat jüngst die 26 öffentlichen Bad Schwartauer Spiel- und Bolzplätze in Augenschein genommen und die Eckpunkte eines „Spielplatz-Konzeptes“ vorgestellt (die LN berichteten am 30. Mai 2015).

„Wir begrüßen die Bestandsaufnahme, da wir Kommunalpolitiker auf einer verlässlichen Basis die Finanzierung neuer und vor allem sicherer Spielgeräte in Angriff nehmen wollen“, so der FDP-Ortsvorsitzende Christian Trübger. Kritik übt er aber an dem Vorschlag des Büros, etwa 408 000 Euro allein in vier große Themenspielplätze zu investieren. Dabei ist einer dieser Plätze schon realisiert: Der Skate-Park mit Dirt-Bahn wird am 17. Juni offiziell eröffnet. Die Liberalen loben den Skate-Park, weil er für viele Jugendliche eine sichere Anlage für ihren Freizeitsport bietet.

Die Anschaffungs- und Folgekosten für drei weitere große Themenspielplätze könnten dagegen dringende Investitionen in die Sicherheit und Sauberkeit kleinerer Spielplätze verdrängen, warnen die Freien Demokraten nun. Der Vorschlag, ein Wasserspiel im Moorwischpark anzulegen, wurde von der FDP bereits im vergangenen Jahr scharf kritisiert: „Es ist ökologischer Unfug, kostbares Trinkwasser in einem horrend teuren Wasserspielgerät versickern zu lassen“, so der jugendpolitische Sprecher der Freien Demokraten, Jochen Munzert. Im vergangenen Jahr hatten die Liberalen ein „Wasserspielgerät de Luxe“ abgelehnt, welches dem Steuerzahler insgesamt zwischen 45 000 und 51 000 Euro an Anschaffungs- und Folgekosten abgenötigt hätte.

Daher betonen Munzert und Trübger: „Wir wollen die Sanierung und Renovierung aller Spielplätze – und nicht die Finanzierung einiger weniger Leuchtturm-Projekte!“ Die Bad Schwartauer FDP setzt sich dafür ein, dass in allen Stadtteilen altersgerechte, thematisch vielfältige und vor allem sichere Kinderspielplätze erhalten bleiben. „Wir wollen vermeiden, dass neben den vier größeren im Konzept angedachten Anlagen die übrigen kleineren Spielplätze vernachlässigt werden“, so Jochen Munzert. Er ergänzt: „Es wird viel für die Kleinkinder in Bad Schwartau getan. Das unterstützen wir nach Kräften. Wir dürfen aber nicht die Bedürfnisse der Jugendlichen ab 15 Jahren aus den Augen verlieren: Sie benötigen ebenfalls sichere und attraktive Treffpunkte in der Stadt.“

Die FDP möchte jetzt die Möglichkeit schaffen, sich durch so genannte „Spielplatz- und Grünanlagenpatenschaften“ für den Erhalt der Spielplätze zu engagieren – und dies nicht nur finanziell, wie es beispielsweise beim Blumenschmuck in den Sommermonaten geschieht. „Wir wollen, dass sich Bürgerinnen und Bürger selbst einbringen können, um Vorschläge zur Gestaltung, zur Pflege und zum Unterhalt der Spielplätze und Grünanlagen umzusetzen“, so Trübger. So könnten die Spielplätze von denjenigen gestaltet werden, die sie am intensivsten nutzen – den Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern.

Jochen Munzert

Jochen Munzert, jugendpolitischer Sprecher der FDP

ViSdP: Ortsvorsitzender Christian Trübger,
Postfach 1355, 23602 Bad Schwartau, Telefon: (0451) 2 46 78, C.Truebger@FDP-BadSchwartau.de

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